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Ableger bilden

Im Zeitraum von April bis Juli, also während der Schwarmzeit, empfiehlt es sich Ableger oder Jungvölker zu bilden. Dies dient nicht nur der Vermehrung der Bienenvölker, sondern auch dem Unterdrücken des Schwarmbetriebes. Wenn man Wirtschaftsvölker ab und an Brutwaben entnimmt, also „schröpft“, kommen sie seltener in Schwarmstimmung. Das Bilden von Ablegern bietet auch die Möglichkeit, die alte Königin mit einer neuen jungen Königin auszutauschen. Wenn die Jungvölker für den Winter nicht stark genug sind, kann man zwei Völker vereinigen und hat somit eine neue junge Königin, die man mit einer alten tauschen kann.

1. Wie man einen einfachen Brutwabenableger bildet

 

Bereits Mitte April kann damit begonnen werden, Brutwabenableger zu bilden. Am einfachsten gelingt dies, wenn man das neue kleine Völkchen in einer Zarge einquartiert.

 

Benötigt wird eine Zarge, ein Gitterboden, ein Schaumstoffstreifen, eine Mittelwand, eine Futterwabe, eine Brutwabe, ein paar Bienen und einen Platz zum Aufstellen des neuen Volkes in mindestens zwei Kilometer Abstand zum Muttervolk.

 

Man beginnt damit das Flugloch am Gitterboden mit einem Schaumstoffstreifen zu verschließen.

Obenauf kommt nun die Zarge. Für jeden Brutwabenableger benötigt man eine Mittelwand und eine Futterwabe. Dies kann beispielsweise eine alte Winterfutterwabe sein, die man aus einem Volk schröpft. Wem eine solche Futterwabe nicht zur Verfügung steht, kann alternativ zu einer Honigwabe greifen. Die Wabe sollte ungefähr 1 Kilogramm schwer sein. Nicht empfehlenswert ist es, mit Flüssigfutter zu arbeiten, um das Risiko von Räuberei nicht zu erhöhen.

 

Nun benötigt man noch eine Brutwabe, die man aus einem Wirtschaftsvolk entnimmt. Die Wabe sollte auf beiden Seiten über die Hälfte verdeckelte Brut enthalten. Außerdem ist es wichtig, dass sich jüngste Brut auf der Wabe befindet, damit sich das neue Volk eine Königin ziehen kann. Natürlich benötigt man auch noch ein paar Bienen, die man zukehren kann.

 

Sollte es noch kalte Tage unter 0 Grad geben, muss darauf geachtet werden, genug Bienen in das Ablegervolk zu geben, damit diese nicht erfrieren und sich gegenseitig wärmen können.

 

Von besonderer Wichtigkeit ist natürlich, dass sich unter den Bienen keine Bienenkönigin befindet.

 

Nun kommt die Brutwabe mit den Bienen an den Zargenrand.

Als Ersatz für die Brutwabe im Wirtschaftsvolk gibt man eine Mittelwand hinein. Damit ist das Wirtschaftsvolk wieder beschäftigt und kommt meist nicht in den Schwarmtrieb. Das Schröpfen hat dadurch Vorteile.

 

 

Als Nächstes muss der Ableger mindestens 2 Kilometer vom Muttervolk entfernt werden, damit keine der Bienen wieder in ihren Stock zurückfliegt. Damit die Waben in der Zarge beim Transport nicht verrutschen, sollten sie fixiert werden. Das funktioniert am besten, indem man Pinnwandnadeln vor die letzte Wabe steckt.

 

Wenn der neue Ableger an Ort und Stelle ist, kann man nun das Flugloch etwas öffnen. Etwa ein Finger breit und genau an der äußeren Stelle der Zarge, wo sich die Brutwabe mit den Bienen befinden. Mit der kleinen Öffnung des Fluglochs wird der Schutz der Bienen gewährleistet.

Nun braucht es etwa vier Wochen Geduld, bis die Bienen eine neue Königin gebildet haben und diese idealerweise auch schon Eier gelegt hat. Ein neues Volk ist somit entstanden und wird bei guter Futterversorgung und rechtzeitiger Erweiterung zu einem überwinterungsfesten Volk heranwachsen.

2. Wie man einen Sammelbrutwabenableger bildet

Ein Sammelbrutwabenableger hat den Vorteil, dass dieser sich schneller zu einem starken Wirtschaftsvolk entwickelt. Voraussetzung hierfür ist mindestens fünf Bienenvölker zu besitzen.

Ein Nachteil dieses Verfahrens, die Honigernte bei den alten Wirtschaftsvölkern kann beeinträchtigt werden.

 

Aus mehreren Wirtschaftsvölkern werden jeweils ein bis zwei Brutwaben entnommen. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass keine Königin dabei ist. Diese Brutwaben setzt man zusammen mit einer Futterwabe in eine Zarge, bis diese gut gefüllt ist. Die weitere Verfahrensweise gilt wie schon oben beschrieben.

 

3. Wie man eine Königinnenzucht in einem Sammelbrutwabenableger integriert

 

Hierzu wird ein belarvter Zuchtrahmen benötigt. Dieser wird nach neun Tagen mittig in den Sammelbrutwabenableger gesetzt. Zuvor zerstört man alle Nachschaffungszellen auf den Brutwaben.

 

Damit sich die geschlüpften Königinnen später nicht gegenseitig töten, müssen die Königinnenzellen auf dem Zuchtrahmen durch Käfige mit ein paar Begleitbienen geschützt werden. Dieses Verfahren nennt man „verschulen“. Das Verschulen wird am 19. Tag nach erstellen des Sammelbrutwabenablegers durchgeführt.

 

Am 21. Tag schlüpfen die Königinnen. Je nach Anzahl der geschlüpften Königinnen teilt man nun den Sammelbrutwabenableger in einzelne Begattungsvölker auf. Diese bekommen jeweils eine Brutwabe mit den jungen Bienen, eine Futterwabe, eine Mittelwand und eine unbegattete Königin.

 

Innerhalb von 14 Tagen werden die jungen Königinnen bei ihrem Hochzeitsflug begattet und können befruchtete Eier ablegen.

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