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Feinde im Winter

Auch im Winter ist ein Bienenvolk nicht vor Fressfeinden gefeit.

Sobald es draußen kalt und ungemütlich wird, suchen sich Mäuse ein gemütliches Winterquartier.

Da kommen den Nagern Bienenbeuten gerade recht. Darin wird es nie kühler als 10 bis 15 Grad und obendrauf gibt es genug Futtervorrat in Form von Honig, Brut und Bienen.

Eine Maus in einer Bienenbeute ist für das Volk tödlich. Deshalb sollte man die Bienen mit einem Gitter vor dem Flugloch rechtzeitig vor den unerwünschten Eindringlingen schützen.

 

Neben Mäusen gibt es auch andere Tiere, die in der kalten Jahreszeit nach Futterquellen Ausschau halten.

 

Waschbären und Marder lieben Honig und können mit ihren scharfen Krallen und Zähnen Bienenbeuten problemlos aufbrechen, wenn diese nicht ausreichend geschützt und beschwert sind. Gerade Waschbären haben sich in einigen Gegenden Deutschlands stark ausgebreitet.

 

Vor ein paar Jahren wurde über einen ausgesprochen dreisten Waschbären berichtet, der in Hessen ein ganzes Bienenvolk vernichtete. Er verspeiste neben den toten Bienen auch den Honig, Zuckersirup und das Bienenwachs und zerbiss sogar die Drähte der Rähmchen. 

 

Man sieht, die Bären mit der Zorro-Maske können erheblichen Schaden anrichten.

Imkert man in Gegenden, in denen viele Marder und Waschbären vorkommen, sollte man seine Beuten gut sichern, indem man feste Deckel verwendet und diese mit Gurten festbindet oder sie mit ausreichend schweren Gewichten ausstattet.

 

Ein weiterer ungeliebter Gast am Bienenstand ist der Specht. Vorwiegend der Grünspecht.

 

Auf dem Speiseplan unseres einheimischen „Lachvogels“ stehen überwiegend Ameisen. Seine Lieblingsspeise holt er mithilfe seines Schnabels und seiner klebrigen, bis zu zehn Zentimeter langen Zunge aus Boden und Bäumen heraus. Der Grünspecht hat unter allen hier vorkommenden Spechten die längste Zunge und kann mit ihr auch die best versteckten Ameisen erwischen. Grünspechte mögen aber auch andere Insekten wie Regenwürmer und Schnecken, aber auch Beeren und Obst.

 

In kalten Wintern sind für den Specht jedoch auch Bienen und Bienenlarven eine rentable Nahrungsquelle. Hat er eine Bienenbeute für sich entdeckt, so kann er mit seinem kräftigen Schnabel große Löcher in die Beuten hacken, um an das energiereiche Festmahl zu gelangen.

 

Wenn der hungrige Vogel nicht gleich bei seiner ersten Bohrung an die Wintertraube kommt, wird er kaum aufgeben und hämmert an anderen Stellen weiter. Die Mengen an Bienen, die der Specht dann verspeist, ist dabei das kleinere Übel.

 

Für das Bienenvolk entstehen hier mehrere kritische Situationen. Das ausdauernde Klopfen stört die Insekten in ihrer Winterruhe, sie werden unruhig und laufen auseinander. Dadurch verringert sich die Temperatur im Stock und zusätzliches Futter wird benötigt, um die Temperatur zu halten. Auch durch die teils faustgroßen Löcher, die der Specht in die Beuten klopfen kann, entweicht die warme Stockluft und es entsteht ein ständiger Luftstrom. Die Temperatur im Bienenstock fällt ab. Schlimmstenfalls können die Bienen, die nicht vom Specht verspeist worden sind, erfrieren.

 

Zur Vorbeugung und zum Schutz vor Spechten helfen fein- bis grobmaschige Kunststoffnetze. Diese sollte man mit ausreichend Abstand um die Beuten anbringen. Notwendig ist, dass die Netze bis zum Boden reichen, damit kein Vogel darunter schlüpft und sich verfängt.

 

So manche Imker haben im Winter Probleme mit immer wiederkehrenden Spechten, die es auf deren Bienenbeuten abgesehen haben. Im Internet kann man hierzu sehr kreative Ideen zum Vertreiben von Spechten finden.

 

Alles was glitzert und sich bewegt, heißt es, soll die hungrigen Vögel vertreiben.

Auch Attrappen, deren natürliche Feinde, wie etwa die Eule, soll den Spechten Angst einjagen.

Zu beachten sei, diese immer wieder an anderer Stelle zu platzieren, denn Spechte sind klug und merken die Täuschung nach kurzer Zeit.

 

Abhilfe konnte auch ein aufgestelltes buntes Windrad schaffen, welches sich immer mal dreht oder auch mal stehen bleibt.

 

Auf poppig angestrichene Beuten stehen Spechte angeblich auch nicht.

 

Manchmal können schlichte Lösungen auch zum Erfolg führen: Einfach einen alten Mantel über die Beute hängen - fertig!

 

Da jedes Tier ein Individuum ist, wird es auf die verschiedenen Maßnahmen wohl auch unterschiedlich reagieren. Dem einen Specht ist ein Windrad suspekt, dem anderen kommt ein Graffiti spanisch vor.

 

Sicher ist, dass Bienenvölker am besten am Stand vor Feinden geschützt sind, wenn sie stark und gesund sind und wenn man vorsorglich oder spätestens bei ersten Anzeichen von Feinden die richtigen Sofortmaßnahmen ergreift.

 

Gerade deshalb sind winterliche Kontrollgänge so wichtig.

 

 

 

 

 

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Lukas Spanbalch
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