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Ist das noch Honig oder muss das weg?

Ein gewölbter Deckel und ein „Plopp“ beim Öffnen des Honigglases verraten eindeutig: Der Honig steht unter Druck, er gärt. Auch der typische Geruch von Hefe und Alkohol ist ein Alarmzeichen von gärendem Honig.

 

Schon bei der Honigernte ist deshalb darauf zu achten, einen reifen Honig zu schleudern. Er sollte einen geringen Wassergehalt haben, sonst besteht die Gefahr, dass dieser später gärt.

 

Honig darf als klassischer Blütenhonig nach der Deutschen Honigverordnung nicht mehr als 20 % Wasser enthalten. Nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes dürfen es maximal 18 % sein. Die Empfehlung liegt sogar bei nicht mehr als 17,6 % Wassergehalt.

Ab diesem Wert droht keine Vergärung mehr.

 

Eine Ausnahme ist übrigens beim Heidehonig gegeben, dieser darf einen Wassergehalt von 21,4 Prozent nicht überschreiten.

 

Verantwortlich für die Gärung von Honig sind Hefen. Wenn diese Hefen auf geeignete Bedingungen treffen, vermehren sie sich. Hefen lieben Wasser, Zucker und eine Umgebungstemperatur von 15-25 °C. Bei der Gärung verwandeln die Hefen den Zucker in Kohlendioxid und Alkohol um.

 

Lagert man beispielsweise einen Honig mit 20 % Wassergehalt bei einer Raumtemperatur von

25 °C, vermehren sich die Hefen massiv und man kann davon ausgehen, dass der Honig zu gären beginnt.

 

Ist dies erst einmal passiert, gibt es kein Weg zurück. Solch ein Honig darf laut Honigverordnung nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Er kann nur noch als günstiger „Backhonig“ angeboten werden. Für Backhonig gelten einige Ausnahmen, die bei keiner anderen Honigart erlaubt sind. Er darf angegoren sein, er darf Fremdaromen aufweisen, er darf erhitzt worden sein.

 

Aber auch ein Backhonig sollte nach der Verordnung nicht mehr als 23 Prozent Wassergehalt haben. Der Preis für Backhonig liegt bei etwa 2,5 Euro bis 3 Euro pro Kilo.

 

Wer Backhonig verkaufen möchte muss diesen allerdings mit der Kennzeichnung „Nur zum Kochen und Backen“ versehen.

 

Wie entsorgt man gegorenen Honig?

 

Kleinere Mengen Honig können so in den Restmüll gegeben werden, dass er unzugänglich für Bienen ist. Beispielsweise gut verpackt in Mülltüten und darauf achten, dass der Mülleimer stets gut verschlossen ist. Gerade zu den trachtarmen Zeiten ist dies besonders wichtig.

 

Es versteht sich hierbei von selbst, dass man den Honig nicht auf den Kompost oder in der Natur entsorgt.

 

Stark mit Wasser verdünnt kann der Honig auch im Abwasser entsorgt werden.

 

Aber was ist, wenn man nun 50 und mehr Gläser vergorenen Honig am Lager hat?

 

Man könnte sich täglich ein luxuriöses Honigbad gönnen. Bei einem Kilo Honig pro Vollbad hätte man sein Lager mit 50 Honiggläsern in 25 Tagen geräumt.

 

Aber Spaß beiseite, eine größere Menge an vergorenem Honig loszuwerden, ist gar nicht so einfach.

 

Zuerst einmal: Gegorener Honig darf nicht an Bienen verfüttert werden! Alkohol hat bei den Bienen die gleiche Wirkung wie bei uns Menschen! Die im gärenden Honig enthaltenen Hefen sind zudem schädlich für die Bienen.

 

Wer mehrere Gläser oder Eimer entsorgen möchte, sollte sich vorab bei der örtlichen Mülldeponie schlaumachen oder bei einer Müllverbrennungsanlage anfragen. Wer mehrere Liter verdünnten Honig im Abwasser entsorgen möchte, sollte sich auf jeden Fall erst einmal mit den Betreibern der Abwasserentsorgung absprechen.

 

 

Alternative Verwertung von gegorenem Honig

 

Wer den Honig nicht entsorgen möchte, kann diesen alternativ für die Herstellung von Met, Honigsenf oder Apfelmus verwenden. Wenn bei der Herstellung der Honig stark erhitzt wird, entweicht Alkohol und die Hefen sterben ab.

 

Ist der Honig in der späteren Hälfte des Jahres vergoren und die Weihnachtszeit steht vor der Tür, wären Honiglebkuchen mit hohem Honiganteil als kleine Give-aways doch eine schöne und süße Überraschung.

 

Vielleicht hat auch eine örtliche Bäckerei in der Vorweihnachtszeit Interesse an der Abnahme von größeren Mengen an Backhonig.

 

 

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Lukas Spanbalch
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