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Rauchen erlaubt

Eines der wichtigsten Arbeitsgeräte in der Imkerei ist der Smoker. Ohne den erzeugten Rauch ist die Arbeit am Bienenvolk nicht sehr entspannt.

Jeder Eingriff in ein Volk bedeutet Stress für die Bienen. Aber auch das Einsetzen von Rauch, das für die Tiere einen Waldbrand simuliert, wirkt nicht beruhigend auf die Tiere, sondern ist erst einmal auch mit Stress verbunden.

Der Rauch wird von den Bienen als Bedrohung empfunden und veranlasst diese zur Vorbereitung ihrer Flucht. Sie ziehen sich in die Gassen zurück und versuchen einen Honigproviant in ihren Honigmagen aufzunehmen, um nach der Flucht mit genügend Energie ein neues Zuhause zu finden.

Die Bienen sind mit ihrem gefüllten Magen relativ entspannt und da es nicht zum Feuer kommt, warten sie die Situation erst einmal ab.

Dieses Ablenkungsmanöver ist für den Imker nützlich, um ein entspanntes, ruhigeres und stichfreies Arbeiten am Bienenvolk durchzuführen.

Das Arbeiten am Bienenstand mithilfe des Smokers ist daher nur ein einfacher, aber funktioneller Trick, um die Bienen in den Gassen zu halten.

Der Smoker besteht aus einer zylindrischen Brennkammer mit Tülle und einem Blasebalg, der dazu dient, den Rauch anzutreiben. Entwickelt wurde der Smoker von einem US-Amerikaner namens Moses Quinby im 18. Jahrhundert.

 

Heutzutage gibt es verschiedene Ausführungen und Größen.

Um den Smoker richtig einzusetzen, sollte man einiges beachten:

Der Rauch sollte möglichst sparsam eingesetzt werden, damit die Bienen nicht zu sehr gestresst werden. Ein paar Minuten bevor man die Beute öffnet, sollte man den Rauch um den Eingang und die Beute versprühen.

Während der Inspektion des Volkes kann wenig Rauch auf der Oberseite der Rähmchen gesprüht werden. Zwei bis drei Rauchstöße sind vollkommen ausreichend, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Der Umgang mit einem Smoker, das Anzünden mit verschiedenen Brennmaterialien und die Aufrechterhaltung des Feuers sollte zu Anfang ein wenig geübt werden, denn nichts ist nerviger als ein ständig ausgehender Smoker während den Imkerarbeiten.

Hierbei hat jeder Imker seine eigenen Tricks und Rezepte zur Raucherzeugung auf Lager.

Die Palette des Brennmaterials ist groß. Neben Brennmaterialien aus dem Fachhandel haben sich unter anderem auch Holzspäne, Eierkartons, Kleintierstreu, Tannenzapfen, Holzrinde und als Beigabe getrocknete Kräuter wie Rainfarn, Lavendel und Salbei bewährt. Wichtig dabei ist, keine giftigen oder stark bedruckten Materialien zu verwenden, um keinen für Mensch und Tier gesundheitsgefährdeten Rauch zu erzeugen.

Wichtig ist auch, den Brennstoff so brennen zu lassen, dass er einen dicken, kühlen Rauch entwickelt und die Bienen nicht verbrennt.

Reinigung des Smokers

Der Smoker kann nach einiger Zeit und je nach Brennmaterial verrußen. Denn nichts verbrennt rückstandsfrei.

Bei Verbrennungsrückstanden im Deckel ist dieser besonders im kalten Zustand sehr schwer zu öffnen.

Um die Funktionalität zu gewährleisten, ist es deshalb notwendig, ihn von Zeit zu Zeit gründlich zu reinigen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den hartnäckigen Ruß zu entfernen. Wasser und Schwamm reichen meist nicht aus.

 

  • Wenn der Smoker noch nicht allzu verrußt ist, kann man es mit dem vorsichtigen Auskratzen mit einem harten Gegenstand versuchen.

 

  • Auch das Einweichen mit Essig und lauwarmen Wasser kann eine leichte Verunreinigung verschwinden lassen. Den Blasebalg dabei nicht mit einweichen!

 

  • Stärkere Verunreinigung kann man mithilfe eines Brenners ausbrennen und die Rückstände dann leicht abkratzen.

 

  • Das Einweichen in einer 5%igen Natronlauge hat sich ebenfalls bei größeren Ablagerungen bewährt. Hierzu setzt man die Natronlauge in einem Eimer an und legt den Smoker so in den Eimer hinein, dass der Blasebalg nicht feucht wird. Nach 1-3 Tagen ist der Smoker grob gereinigt und in Handarbeit können die restlichen Verunreinigungen leicht abgekratzt werden.

 

 

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